Zerebrovaskuläre Medizin und Neurorehabilitation

Im Schwerpunkt Zerebro-vaskuläre Medizin werden wissenschaftliche Fragestellungen zur akuten Ischämie, zur Vorbeugung von Schlaganfällen und zu Erholung/Rehabilitation nach einem Insult bearbeitet. Sowohl klinische Forschung als auch Grundlagenforschung wird durchgeführt.

Die Neurorehabilitation ist ein wichtiger Schwerpunkt der neurowissenschaftlichen Landschaft in Zürich. 2009 wurde die Initiative RITZ (Rehabilitation Initiative and Technology Center Zurich) ins Leben gerufen und hat 2010 neue Mitglieder angezogen und sich in einzelnen Schwerpunktgruppen (Armtherapie und Beintherapie) organisiert. Sie ist der Zusammenschluss von Grundlagenwissenschaftlern, Ingenieuren und Klinikern mit dem Ziel neue Therapien in der Neurorehabilitation zu entwickeln, zu überprüfen und einzusetzen.

Das grundlagenwissenschaftliche Labor untersucht Mechanismen kortikaler Plastizität bei motorischem Lernen und Erholung nach Schlaganfall. Schwerpunkt sind das dopaminerge System und sein Einfluss auf die Erholung. Es wurde eine dopaminerge Faserbahn aus dem Hirnstamm zum motorischen Kortex identifiziert (Abb. 6), die für das Bewegungslernen notwendig ist. Es liegt nahe, zu vermuten dass diese Bahn Belohnungssignale vermittelt. Wie diese im Lernen und bei der Erholung eventuell therapeutisch eingesetzt werden können, ist die Fragestellung der translationalen Forschung der Gruppe. Dazu wird ein Tiermodell für die Erholung eingesetzt, in dem mittels Photothrombose kleine kortikale Läsionen gesetzt werden. Die motorische Erholung wird dann mit einem neuartigen Roboter aufgezeichnet.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Grundlagenforschung am Schlaganfall-Tiermodell zur Rolle der Präkonditionierung bei der Entstehung der ischämischen Läsion (Dr. S. Wegener) und neuroprotektiven Mechanismen.