Neuropsychologie

Inhalt

  • Einführung
  • Kontakt
  • Wissenschaftliche Schwerpunkte
  • Publikationen
  • Links

Einführung

Unsere klinischen Forschungsinteressen gelten den kognitiv-emotionalen Folgen von neurologischen Erkrankungen wie Hirnschlag, Multiple Sklerose oder unterschiedlicher neurodegenerativer Prozesse.

Allgemein interessiert uns die Verhaltensneurologie von Raum, Körper und Zeit. Besondere Berücksichtigung erhalten Phantom-Erscheinungen nach physischen Veränderungen in der Peripherie (Amputationen, Dysmelien), auf Rückenmarksebene und nach zentralem Insult.

Im gesunden Gehirn untersuchen wir die neuropsychologischen Grundlagen von Sozialverhalten und Glaubensfindung.  Wahrnehmungs- und Denkprozesse an der Grenze zu Halluzination und Denkstörung interessieren uns besonders. Schliesslich gilt unser Interesse, im gesunden wie im kranken Gehirn, der Lateralität, das heisst der funktionellen Spezialisierung der beiden Hirnhälften und der zugrunde liegenden strukturellen Asymmetrien.

Kontakt

Klinik: Tel. +41 44 255 55 11

Prof. Dr. phil. Peter Brugger
Klinik für Neurologie
Abteilung für Neuropsychologie
UniversitätsSpital Zürich
Frauenklinikstrasse 26
8091 Zürich

Department of Neurology
Neuropsychology Unit
University Hospital Zurich
Frauenklinikstrasse 26
8091 Zurich

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Kognition bei Patienten mit neurologischen und neuropsychiatrischen Störungsbildern
Der Fokus unserer Forschung ist es, die Ursachen und Entwicklung (sozial-) kognitiver Beeinträchtigungen und deren Zusammenhang mit hirnstrukturellen Veränderungen (gemessen mit bildgebenden Methoden) unter anderem bei Patienten mit Multipler Sklerose besser zu verstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, in der Zukunft bessere Behandlungsmöglichkeiten und individuelle Prognosen bezüglich des Verlaufs einer neurologischen Erkrankung zu ermöglichen und dadurch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Musik in der Neglekt-Rehabilitation
Musik kann räumliche Aufmerksamkeitsdefizite verringern. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kognitive und Affektive Neurowissenschaften der Universität Zürich untersuchen wir, welche Aspekte des Musikhörens einen aufmerksamkeitsfördernden Effekt haben und wie sich diese in der Bildgebung darstellen. Insbesondere erwarten wir, dass eine aktive Auseinandersetzung mit rhythmischen Elementen eines Musikstückes zur Verbesserung der Raumexploration in Patienten mit Neglekt nach Hirnschlag führen.

Kognition bei Personen mit einer Handprothese
Moderne Prothesen ermöglichen hand-amputierten Personen das Beibehalten beidhändiger Tätigkeiten und die Ausführung recht präziser Manipulationen mit der von Muskeln des Armstumpfes gesteuerten ("myoelektrischen") Kunsthand. Man weiss, dass unsere Augen einen zu greifenden Gegenstand bereits dann "abtasten" wenn die Hand erst auf ihrem Weg zum Einsatz ist. Wir untersuchen in Kollaboration mit dem Institut für Informations-Systeme der HES-SO in Sierre und dem Institut für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Universität La Sapienza in Rom, inwieweit Augenbewegungen zur Steuerung von Handprothesen eingesetzt werden können. Dabei interessiert auch, ob die Lebhaftigkeit von Phantomempfindungen - schmerzlosen wie schmerzhaften - das Zusammenspiel zwischen Gegenstand, Prothese und Augenfixationen beeinflussen. Erkenntnisse aus dieser Studie dienen der technischen Weiterentwicklung von myoelektrischen Handprothesen.

Interaktionen zwischen virtuellen und realen Welten
Wer durch virtuelle Welten wandert, bewegt sich vermeintlich durch weitläufige Räume, selbst wenn die aktuelle Raumgrösse sehr eingeschränkt ist. Ein Geradeauspfad ist dann in Wirklichkeit gekrümmt, wird aber immer noch als geradeaus empfunden. Uns interessiert in dieser Kollaboration mit der ETH Zürich (Innovation Center Virtual Reality) wie stark die Krümmung eines Gehweges sein darf, damit sie von einer sich vorwärts bewegenden Person nicht als gekrümmt bemerkt wird. Die Schwelle des Bemerkens ist wahrscheinlich von individuell unterschiedlich ausgebildeten Sensitivitäten in der visuellen und vestibulären Wahrnehmung abhängig, und diese Abhängigkeiten bilden den Gegenstand unserer Untersuchungen.

Publikationen

Eine Liste der Veröffentlichungen finden Sie (wenn immer möglich zusammen mit Reprints und Preprints) in der Forschungsdatenbank der Universität Zürich.

Links

Zurich Center for Integrative Human Physiology (ZIHP)
Zentrum für Neurowissenschaften Zürich (ZNZ)