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Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

​Interdisziplinäres Zentrum für Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen gehören zu den häufigsten Symptomen überhaupt. Die Vielzahl der möglichen Ursachen erfordert eine Zusammenarbeit von Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen, um eine optimale Diagnostik und Therapie zu gewährleisten. Das interdisziplinäre Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen (iZSG) wird von Mitarbeitern der Klinik für Neurologie, der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und dem Institut für Physikalische Medizin betrieben. Ausserdem sind die apparativen Ressourcen des Vestibulo-Okulomotorischen Labors der Klinik für Neurologie und der Otoneurologischen Abteilung der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie im Zentrum zusammengelegt.


Spezialsprechstunde

Patienten mit Schwindel und / oder Gleichgewichtsstörungen werden im Zentrum umfassend neurologisch, otologisch, psychiatrisch-verhaltenstherapeutisch und physiotherapeutisch beurteilt und behandelt. Ein mit dem Aufgebot versandter Fragebogen, der auch online ausgefüllt werden kann, erleichtert die Diagnosestellung. Anlässlich der ersten Konsultation erfolgt eine ausführliche Anamnese-Erhebung und klinische Untersuchung. Welche Laboruntersuchungen zur besseren Eingrenzung der Diagnose, Therapieplanung und Prognose weiter durgeführt werden sollen, wird im Gespräch mit dem Patienten festgelegt.

Für Patienten mit Kleinhirnstörungen wird eine spezielle Sprechstunde geführt, da die Abklärungen, Verlaufskontrollen und neuen Therapien besonders aufwändig sind. Siehe dazu: Sprechstunde für Kleinhirnerkrankungen.


Laboruntersuchungen

Eine grosse Palette von verschiedenen Tests zur Messung der Gleichgewichtsfunktionen des Innenohrs, der Gleichgewichtsnerven und der Gleichgewichts- und Augenbewegungszentren des Gehirns stehen zur Verfügung:

  • Video-Okulographie mit Kalorik
  • Video-Kopfimpulstest
  • magnetokulografischer Kopfimpulstest
  • dynamischer Visus
  • subjektive Vertikale
  • Drehstuhluntersuchung
  • Fundusfotografie
  • cervicale vestibulär-evozierte myogene Potentiale (cVEMP)
  • oculäre vestibulär-evozierte myogene Potentiale (oVEMP)
  • funktionelle Ganganalyse

Die Auswahl der Tests erfolgt in Abhängigkeit der zuvor erhobenen klinischen Befunde individuell für jeden Patienten im Gespräch mit ihm. Die Tests werden so koordiniert, dass sie allesamt innerhalb einer zweiten Konsultation erfolgen können. Anlässlich eines Besprechungstermins werden die Testresultate nach deren Auswertung erklärt, die Diagnose erläutert und ein Therapiekonzept festgelegt. Die weiteren Kontrollen erfolgen in der Regel beim zuweisenden Arzt. Bei unklaren Diagnosen sind allenfalls weitere Untersuchungen und Kontrollen innerhalb des Schwindel-Zentrums angezeigt.


Schwindel-Board

Jeden Dienstag um 13:30 Uhr findet diese interdisziplinäre Besprechung statt, an denen die Neurologen, Otologen, Psychiater und Physiotherapeuten des Schwindelzentrums teilnehmen. Dabei werden Patienten mit komplexen Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen besprochen, wobei die Erarbeitung eines individuellen Therapiekonzepts im Vordergrund steht. Falls möglich erfolgt die Besprechung in Anwesenheit des Patienten. Andernfalls teilt der verantwortliche Arzt das Resultat der Besprechung dem Patienten telefonisch oder anlässlich der nächsten Konsultation mit.


Gutartiger Lagerungsschwindel

Lagerungsschwindel ist die häufigste Schwindelform überhaupt. In der Mehrzahl der Fälle wird dieser Schwindel (meist Drehschwindel) durch Änderungen der Kopfposition gegenüber der Schwerkraft ausgelöst. Frei herumschwimmende Kalziumkristalle, die normalerweise an einer bestimmten Stelle im Innenohr fixiert sind, gelangen in einen Bogengang und lösen dort Schwindel aus, während  sie in der Innenohrflüssigkeit immer an den tiefsten Punkt hinabsinken. Durch bestimmte Drehmanöver können die Steinchen wieder aus den Bogengängen herausmanipuliert werden, was meist auf dem Untersuchungsbett möglich ist. Mehr Information zum gutartigen Lagerungsschwindel finden Sie in dieser Broschüre. (Die Weiterverbreitung in elektronischer oder gedruckter Form ist erlaubt.)


Canalolith-Repositionsmanöver auf 3D-Drehstuhl bei therapieresistentem Lagerungsschwindel

In komplizierten Fällen oder wenn der Patient sehr immobil ist (unbeweglicher Hals, allgemeine Gebrechlichkeit, Invalidität etc.) können die Manöver auf einem motorisierten dreidimensionalen Drehstuhl durchgeführt werden. Fast immer gelingt es mit dieser Apparatur, die Kalziumkristalle aus den Bogengängen zu entfernen.


Auskunft

Prof. Dr. med. D. Straumann
Leitender Arzt
Klinik für Neurologie
Interdisziplinäres Zentrum für Schwindel & Gleichgewichtsstörungen
Frauenklinikstr. 26
8091 Zürich
Tel. +41 44 255 55 50
Fax +41 44 255 45 07
dominik.straumann@usz.ch

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