Physiotherapie

Wir behandeln Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des peripheren Nervensystems und Muskelsystemerkrankungen.
Die Physiotherapie wird unter Beachtung definierter Vorsichtsmassnahmen häufig auch schon bei nicht abschliessend gestellter Diagnose eingeleitet.


Behandlungsziel

Die Förderung der Selbständigkeit des Patienten, Verbesserung seiner Lebensqualität und das Verhindern von Folgeschäden sind übergeordnete Behandlungsziele.

Je nach Grunderkrankung und Prognose kann ein Wiederherstellen oder Verbessern einer Funktion angestrebt werden. Manchmal ist das Ziel ein „Aufhalten" weiterer Funktionsdefizite und das Schulen des Umgangs mit den bestehenden oder sogar zunehmenden Problemen. Es muss entschieden werden, ob und welche Hilfsmittel sinnvoll sind, ebenso ob und welche Kompensationsstrategien sinnvoll sind und gefördert werden sollen.

Soweit sinnvoll und möglich wird der Patient zu Eigenaktivitäten angeleitet. Vielleicht kann er noch gewisse sportliche Aktivitäten ausführen. Meistens kann ein individuelles Übungsprogramm durchgeführt werden. Dies soll dem Patienten ermöglichen, gezielt spezifische Funktionen zu trainieren oder bestimmte Strukturen zu entlasten.

Wenn erwünscht und sinnvoll werden Angehörige oder Bezugspersonen entsprechend informiert oder instruiert.


Behandlungsgrundlage und Therapieverlauf

Die physiotherapeutische Befundaufnahme und Problemanalyse ist neben den medizinischen Daten Grundlage der Therapie. Gemeinsam mit dem Patienten wird das Behandlungsziel definiert und der Behandlungsplan besprochen. Zur Objektivierung des Behandlungsverlaufes werden wenn möglich und sinnvoll Messungen vorgenommen.

Häufig zur Anwendung kommende Assessmentverfahren sind:

  • Berg Balance Scale
  • Chedoke McMaster Stroke Assessment: Aktivitätsskala
  • Dynamic Gait Index (DGI)
  • Functional Gait Assessment (FGA)
  • Fugl-Meyer-Assessment (obere Extremität)
  • Gehgeschwindigkeit, Gehstrecke (10 MWT; 6 MWT)
  • Maueller Muskelfunktionstest
  • Performance Oriented Mobility Assessment (POMA I)
  • Timed Up and Go (TUG)

Entsprechend dem jeweiligen Verlauf werden Behandlungsziel und –plan kontinuierlich angepasst.


Leistungen im stationären Bereich

  • Atemtherapie
  • Armfähigkeitstraining
  • Bewegungstherapie auf neurophysiologischer Grundlage unter Berücksichtigung der Erkenntnisse über motorische Kontrolle und motorisches Lernen
  • Entspannungstherapie
  • Fazioorale Trakt-Therapie (FOTT)
  • Gehtraining
  • Gleichgewichtstraining
  • Haltungsschulung
  • Hilfsmittelabklärung
  • Information, Instruktion und Beratung
  • Koordinationsschulung
  • Kompensationstraining
  • Selbständigkeitstraining
  • Vestibuläre Physiotherapie
  • Wahrnehmungsschulung

Je nach Notwendigkeit können die Infrastruktur (Medizinische Trainingstherapie (MTT)) und das Fachwissen der KollegInnen (Beispiel: Manuelle Therapie, Schmerztherapie) genutzt werden.

Eine regelmässige Dokumentation, das Schreiben von Berichten, die Teilnahme an interdisziplinären Rapporten und Visiten, sowie ein berufsspezifischer Beitrag zur Austrittsplanung und –organisation sind weitere Leistungen.


Leistungen im ambulanten Bereich

  • Einzeltherapie (Die Leistungen im ambulanten Bereich decken sich mit denjenigen der stationären Patienten.)
  • Gruppentherapie für Parkinsonpatienten (Details finden Sie hier.)


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